Unsere innere Schatzkiste

In meiner Vorbereitung auf den ersten Gestaltungsworkshop sind wieder einige Gedanken aufgetaucht, die ich gerne mit euch teilen möchte.

In diesem Workshop-Format geht es mir um ein Thema, das mir sehr wichtig ist und das ich einfach in ein Angebotsformat packen „musste„. Um es kurz zusammen zu fassen: Um unsere „innere Schatzkiste“.

Immer wieder geraten wir in (un-)vorhersehbare Situationen, die uns fordern oder auch mal überfordern. Die Reaktionen darauf sind mindestens so unterschiedlich wie die Ratgeber zu diesem Thema: Aufschieben (ihr alle kennt das wie attraktiv der Abwasch wird wenn die Steuererklärung gemacht werden muss), „sich klein fühlen“, Herzklopfen, uns fehlen die Worte… die Liste lässt sich beliebig lange fortsetzen und ich bin mir sicher, wir haben so was alle schon mal erlebt.

In solchen Momenten in denen wir viel gleichzeitig empfinden, einschätzen und abwägen, verlieren wir häufig das aus den Augen was uns ausmacht, nämlich unsere Fähigkeit bewusst zu handeln.

Da fällt uns beispielsweise erst hinterher ein wie wir „besser“ auf die Bemerkung eines Kollegen reagiert hätten – noch dazu haben wir im Einzelfall geahnt das was kommen würde. Das „besser“ in diesem Satz kann aber alles mögliche bedeuten: Ruhiger, schlagfertiger, gelassener, ausdrucksstärker… wir, und vor allem unser Gefühl, legen fest, wie wir uns gerne selbst in dieser Situation wahrgenommen hätten.

Als frisch gebackene Trainerin nach ZRM habe ich jetzt mehr Handwerkszeug an der Hand um genau dort anzusetzen und mit euch herauszufinden: Wie könnt ihr euch auf solche Situationen einstellen? Was genau ihr persönlich tun könnt wenn ihr erstmal mitten drin seid. Und wie ihr gut mit euch umgeht wenn ihr merkt, dass ihr noch nicht da angekommen seid wo ihr hin möchtet.

Diese Fragen führen uns nicht nur dazu wie wir unsere Handlungsfähigkeit in Momenten entfalten können, in denen es uns bisher die Sprache verschlug. Sie bereichern auch unsere innere Schatzkiste.

1.) Mit dem Wissen um die eigenen Stärken

2.) Mit dem Bewusstsein für die eigene Person und was für euch wichtig ist (es nützt schließlich nichts zu versuchen wie jemand anders zu reagieren – es gehört nicht zu euch und wird sich auch nie „richtig“ anfühlen).

3.) Mit konkreten Möglichkeiten wie ihr bei Herausforderungen für euch einsteht

4.) Mit Mut und Freude! Schließlich macht ihr die Erfahrung, dass ihr vieles „wuppen“ könnt – und alles was ihr braucht bereits in euch tragt.

Das Bild der Schatzkiste gefällt mir gut aus vielen Gründen.
Ich muss mir überlegen worin dieser Schatz besteht und wie ich ihn finden könnte. Meist liegt etwas so Wertvolles nicht im Vorgarten vergraben sondern ich muss das Wichtigste zusammenpacken und los gehen.
Vielleicht bestehe ich einige Abenteuer und wachse an dem Neuen, das mir begegnet – ob Mensch, Gefühl oder Weggabelung. Und wenn ich die Stelle dann gefunden haben an der der Schatz liegt, fange ich an zu graben. Bleibt noch die Frage:
Womit werde ich am Ende belohnt? Mit Gold, Juwelen und Edelsteinen? Oder mit dem Gefühl etwas gewagt und mich neu entdeckt zu haben?

Sicher ist: Der Weg zum Schatz ist eine Reise, die mindestens so wertvoll ist wie das, was ich am Ende finden werde. Denn es ist mein Weg. Und die Erinnerung an diesen Pfad wird mir nicht nur erhalten bleiben – ich kann umso aufrechter und freudiger in mein nächstes Abenteuer starten.

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s