Vertraust du dir selbst?

In meiner Arbeit begegnen mir Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen und -plänen. Es sind Geschichten vom Sein, vom Werden und von Vergangenem. Und natürlich von Träumen und Wünschen; von Idealen und Überzeugungen.

Eine der wichtigsten Gründe warum jemand zu mir findet, ist die bohrende Frage: Kann ich etwas verändern? Und wenn ja, wo kann ich ansetzen?

Was steht dir im Weg?

„So unzufrieden bin ich ja nicht, aber das kann nicht alles gewesen sein. Irgendetwas fehlt.“ So beginnt das ein oder andere Gespräch.
Spannenderweise haben die meisten sehr schnell parat was dieses „irgendetwas“ ist. Der Grund: Wir müssen es nicht herausfinden. Wir wissen es sehr genau. Vielmehr stellt sich die Frage: Was stellen wir mit diesem Wissen an?

„Wissen ist Macht“, heißt es da immer. Aber wollen wir diese Macht wirklich? Oder haben wir vielmehr Angst vor ihr? Und um was für eine Macht handelt es sich?

Im Fall des Individuums ist es immer die Macht über sich selbst. Die Eigenverantwortung. Die Verantwortung für das eigene Leben und dessen Gestaltung zu übernehmen. Leichter gesagt als getan. Wenn wir darum wissen was wir brauchen, wie können wir es bekommen?
Meiner Erfahrung nach sind es weniger die äußeren Gegebenheiten, die uns im Weg stehen sondern wir selbst.

Wir sind die Marionette und deren Spieler zugleich.

Viel zu oft sehen wir die Fäden gar nicht an denen wir ziehen könnten, um Bewegung zu erzeugen. Unsere Optionen sind uns selten so bewusst, dass wir sie auch zu unserer vollen Zufriedenheit ausschöpfen.

Warum wir unsere Bewegungsfäden nicht sehen, ist so vielfältig wie unsere Leben. Wenn wir heranwachsen lernen wir was geht und was nicht geht, was umständlich ist, was angeblich viel Energie verbraucht, was sinnvoll und was sinnlos ist. Es sind die Sonnenbrillen für unsere Gedanken und Gefühle: Alles unterliegt einem Filter.

Wenn wir erwachsen werden, fällt es uns umso schwerer die Brille wieder abzunehmen und zu erkennen was für uns selbst gilt – und was für andere. Die eigenen Talente, Fähigkeiten und Interessen zu entdecken dauert ein Leben lang – wenn wir mutig genug bleiben das Gelernte in Frage zu stellen.

Der Schüssel dazu: Vertrauen! In dich selbst! In deine Wahrnehmung!

Auch mir fällt das nicht immer leicht! Ach woher!! Es gibt Tage, da ist Cody irritiert, weil ich gar nicht richtig „bei mir“ bin. In solchen Momenten bin ich bei der Bewertung, die ich durch einen anderen Menschen erfahren habe. Positiv oder weniger positiv. Dieser Abgleich meiner eigenen Wahrnehmung und der einer anderen Person kann sehr irritierend sein. Gerade so als würden wir zwei völlig unterschiedliche Planeten bewohnen.

Aber das Wissen um meine eigenen Erfahrungen, meinen eigenen Weg und die Geduld mit mir selbst, ermächtigen mich dazu zu sagen: „Das ist deine Ansicht und sie ist für dich stimmig. Und ich vertraue auf meine eigene.“

Es ist die Möglichkeit die Fäden für das eigene Leben in die Hand zu nehmen – und zu entdecken, dass es großen Spaß macht zu spielen. 

 

 

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