Was wir aus Bindungen über uns lernen

Ich durchlebe gerade, mal wieder, eine sehr intensive Zeit. Der Kontakt mit meinem Hund Cody stellt mich immer wieder vor neue Herausforderungen und verhindert, dass ich vor ihnen davon laufe. Dieses „dran bleiben“ macht einen echten Begleiter aus! Nichts fühlt sich richtig gut an – bis ich authentisch bin. Aber dann ist es gleich richtig GUT!

Ich sage gerne, dass Cody mein „Persönlichkeits-Entfalter“ statt –entwickler ist. Denn er bringt mich dazu aus mir selbst heraus zu wachsen, nicht etwas ganz Neues in mich aufzunehmen, was vielleicht gar nicht zu mir gehört.

Das bringt mich auf Folgendes:

 „Echter Kontakt“ – was ist das?

„Kontakt“ bedeutet in Verbindung stehen. Aber mit wem eigentlich? Ich habe lange gebraucht um zu begreifen, dass damit in erster Linie der Kontakt zu mir selbst gemeint ist.

Das heißt, dass ich in erster Linie mich selbst wahrnehme: Meine Bedürfnisse nach Ruhe, Nahrung, Action, bestimmten Menschen und Tieren, Natur, Räumen, einer Umarmung usw. Jeden Tag spüren wir diese Bedürfnisse unterbewusst, agieren sie aber nicht aus. Das macht was mit uns!

Und mit anderen. Denn wir sind längst nicht so offen für die Gefühle anderer, wenn wir unsere eigenen so konsequent verleugnet haben.

Gerade darf ich auf einer ganz anderen Ebene erfahren, dass mein Körper, mein Gefühl, meine Intuition zu einem einzigen Klangkörper werden kann.

In mir können Emotionen, Erfahrungen und Eindrücke meines Gegenübers „schwingen“ und Impulse auslösen, ohne dass ich ihnen ausgeliefert wäre.

Empathie in einer neuen Dimension!

Das Vertrauen, dass meine eigene Wahrnehmung „richtig“ ist, ist eine unglaubliche Erleichterung, die ich dir nur von Herzen wünsche und nur zu gern weitergebe!

Dazu gehört auch, dass ich mal so richtig wütend sein darf! Wenn mir was auf den Keks geht, lässt sich das nicht schön reden oder wegdrücken! Da hilft es nicht, dass ich sage „Ich bin etwas verärgert.“ Nein, ich bin dann stinksauer!

Es wahrzunehmen ist der wichtigste Schritt um nicht dauerhaft in der Wut zu bleiben. Gefühle können sich nämlich wie nörgelnde Mitbewohner verhalten: Du sagst ihnen besser, dass du sie wahrgenommen hast sonst nerven sie dich noch morgens um 02.00 Uhr. Das hilft nicht um zur Ruhe zu kommen.

Die eigenen Gefühle als Kompass

Deine Wahrnehmung, dein Gefühl, bestimmt deine Realität. Im Grunde genommen wissen wir das ja auch alle. Nur leider werden wir zu schnell abgelenkt von diesem besten aller Orientierungssysteme: Unserem Bauchgefühl. Selten ist es so stark, dass wir danach handeln und hinterher feststellen, dass das goldrichtig war. Warum auch immer!

Dabei ist eine bewusste Entscheidung. Jeden Tag aufs Neue – für uns selbst (und damit für andere), für ein gutes Gefühl im Alltag und Entscheidungen, die wirklich unsere eigenen sind.

Ich erkenne, was wirklich meins ist und auch meins bleiben sollte. Eigenverantwortung ist die Konsequenz und das absolut befreiende Geschenk dieser Reise.

Ein Geschenk, nicht nur für dich selbst, der du nun vollkommen handlungsfähig bleibst, sondern auch für dein Gegenüber. Er hat nicht die Verantwortung für dein Glück – sondern äußert was er/ sie selbst braucht. Ein echtes Miteinander auf Augenhöhe.

Und was heißt das jetzt?

Tja, was es für dich bedeutet, kann ich dir nicht sagen. Jeder ist auf seinem Weg, in seinem eigenen Tempo.

Vielleicht brauchst du auch einfach mal Abstand von diesen „tiefen“ Themen – das kann durchaus sein. Zuviel von Etwas, und sei es noch so wichtig und gut, ist noch nie heilsam gewesen.

Für Cody und mich heißt es allerdings gerade genau das Gegenteil. Dran bleiben, genau hinsehen und uns im echten Kontakt üben. Unsere Bindungen bringen uns manchmal mehr über uns selbst bei als wir auf den ersten Blick bewältigen können. Das heißt aber nicht, dass wir es nicht tragen können.

Es bedeutet nur, dass unser Potential genauso groß ist es zu schultern. Und wir nicht alles auf einmal nehmen müssen.

Portionsweise anzufangen ist auch ein Start von etwas Wunderbarem.

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