Es geht um dein Leben

Willkommen zu meinem persönlichen Jahresrückblick auf 2018!

Der Titel klingt vielleicht heftig, aber er ist weit weniger dramatisch als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Das Jahr neigt sich dem Ende und ich habe auf mein 2018 zurückgeschaut. Dabei ist mir das ein oder andere klar geworden und deshalb dieser Blogtitel. Er fasst alles einfach wunderbar zusammen… aber lest selbst.

Ich bin 2018 vor allem mental gewachsen. Ich habe mich weiter in Reflektion geübt, Kontakte zu Freunden vertieft und zu Bekannten neu geknüpft. Ich habe mich selbst in vielem neu kennengelernt und bin sanfter mit mir umgegangen als je zuvor. Das ist nichts völlig Neues für mich, aber in der Tiefe und in der Art, wie ich alles was ich will in mein Leben integriere, ist es doch etwas Besonderes.

Ich habe Gedanken nicht nur gedacht, sondern viele davon auch schon in die Tat umgesetzt oder dafür vorbereitet. Dabei durfte ich erneut lernen:

„Gut Ding will Weile haben“

An diesem alten Satz ist viel dran. Nicht alles hat sofort geklappt – und wie sich im Nachhinein herausstellte, war das auch goldrichtig so. Wie viel hatte ich mir 2017 vorgenommen! Heute erscheint mir das aberwitzig und auch ein kleines bisschen verrückt. Gleichzeitig ist es ein freundlicher Hinweis darauf, dass sich meine Wahrnehmung verändert hat, genauso wie meine Erwartungshaltung mir selbst gegenüber. Sie ist realistischer, man könnte auch sagen, liebevoller geworden. Wieso glauben wir, dass immer alles in ein bestimmtes Zeitfenster passen muss? Wer legt das eigentlich fest? Ja wohl ich, bitteschön! 🙂 Das führt mich zum zweiten wichtigen Punkt in meinem Rückblick

Meine Zeit ist wertvoll

Wie ich meine Zeit verbringe, ist essentiell! Das gilt für jede Minute meines Lebens. Nicht nur, wenn wir glauben etwas „Wichtiges“ zu erledigen wie unser Geld zu verdienen oder einkaufen zu gehen. Als ich mit Freunden und Familie beschloss, dass wir uns auch dieses Jahr zu Weihnachten nichts Materielles schenken wollen, lag der Fokus schnell auf dem was wir stattdessen geben wollten: Zeit. Das Wertvollste das jeder von uns hat. Weil keiner von uns weiß, wie viel Zeit er/ sie tatsächlich auf seinem „Konto“ hat. Dieses kostbare Gut mit Menschen zu teilen, ist die schönste Form der Wertschätzung überhaupt.

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Ich gehöre auch zu denjenigen, die gerne wissen was sie wann tun und für wie lange etc… ich bin großartig darin alles mögliche zu kalkulieren, abzuwägen und verlässlich einzuschätzen. Aber das ist eine reichlich unentspannte Haltung, fand ich. Für 2018 wollte ich daher versuchen, ein bisschen „lockerer zu werden“, wie man so schön sagt. Den kleinen inneren Sicherheitschef einfach mal in den Urlaub zu schicken und seinen Stellvertreter „Kontrolletti“ gleich mit. Es hat nicht immer geklappt… musste es auch nicht! Genau darin liegt für mich ein großes Stück Wahrheit: Es geht nicht darum was du musst. Es geht um all‘ das was du tun kannst! Also ging es mit einem Sprung ab ins Vertrauen. Guuut, manchmal hab ich erst vorsichtig den Fuß eingetunkt, aber ihr wisst schon was ich meine 🙂 Jedenfalls war ich erstaunt herauszufinden: Mein innerer Sicherheitschef ist ganz dankbar für eine Pause in der Hängematte. Und „Kontrolletti“ wird gar nicht rappelig, wenn ich mich hinaus wage und tue, was sich einfach nur gut anfühlt. Es ist keine Frage, was mir hoffentlich passiert oder wie ich meine Zeit noch optimaler einplanen kann. Es ist eine Frage meiner Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Form zu leben. Will ich das oder will ich das nicht? Eine simple, hoch komplexe Frage. Sie wird mich 2019 weiterhin begleiten. Deshalb jetzt an dieser Stelle einen radikalen Vorschlag, verbunden mit einer Einladung.

Keinen Vorsatz fürs neue Jahr!

Wie wäre es damit: Keinen, wie auch immer gut gemeinten Vorsatz fürs neue Jahr zu fassen. Denn wie das Wort schon sagt: Du nimmst es dir „vor“! In Zukunft willst du vielleicht 3 Mal die Woche ins Fitnessstudio gehen oder den nächsten Sprung in der Karriereleiter schaffen. Du könntest dir auch vornehmen öfter gesund zu kochen oder was auch immer. Wir alle würden mit Sicherheit etwas finden. Aus meiner persönlichen Erfahrung können Vorsätze aber auch genau da stehen bleiben, nämlich vor uns und uns den Weg versperren. Nicht alle Vorsätze sind schlecht, aber ich denke, dass diejenigen, die sie umsetzen in Wahrheit etwas anderes tun als sich nur Dinge vorzunehmen: Sie verändern ihre Haltung.

Eine Haltung ist eine Säule in deinem Inneren. Das, was sich aufrecht hält und an das du dich anlehnen kannst, insbesondere wenn dich eine Lebenssituation herausfordert. Eine klare Haltung erkennen wir sofort bei unserem Gegenüber, auch körperlich. Plötzlich ist es nicht mehr schwer zu erreichen, was du dir vorgenommen hast: Deine Ziele kommen aus dir heraus, statt sich vor dir wie ein mahnender Zeigefinger aufzubauen.

Was das für mich heißt?

Ich möchte das einladen zu mir zu kommen, was zu mir gehört. Vielleicht erkenne ich es nicht gleich, vielleicht meldet sich auch noch mal der Herr „Kontrolletti“. Aber warum sollte das schlimm sein? Auf diese Art lernen wir, auf diese Weise leben wir. Und genau darum geht es doch schlussendlich: Wirklich LEBENDIG zu sein!

Ich möchte dich einladen in dir nachzuspüren, was das Wesentliche für dich ist. Was macht deine Haltung aus? Was soll 2019 dein persönlicher Leitstern sein? Was lässt dich aufrecht stehen?

Wenn du magst, dann schreib es mir in die Kommentare, per Mail oder auf meine Facebookseite. Ich freue mich darauf!

Euch allen in jedem Fall einen fröhlichen Silvesterabend und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Wir sehen uns dann wieder in alter, neuer Frische!

Bis dann,

Eure Wiebke

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